Ausstellungen zu Siegburger und anderen Themen

...finden Sie im Museumsschaufenster, der Galerie im Foyer und an anderer Stelle im Stadtmuseum.

Demnächst

Hungerwinter!
Notkochbücher aus dem Ersten Weltkrieg


12.12.2017 bis 14.01.2018
im Museumsschaufenster




Eröffnung:
Dienstag, 12.12.2017, 19.30 Uhr mit einer Einführung von
Dr. Andrea Korte-Böger, Stadtarchiv Siegburg

Steckrübenwinter!
Unseren Großeltern fuhr der Schrecken in die Glieder bei diesem Schlagwort.
Durch die englische Seeblockade, eine Missernte und Misswirtschaft der Verwaltung kommt es im Winter 1916/17 zu einer großen Hungersnot im Deutschen Reich. Die gesamte Ernährungswirtschaft wird in der Folge reorganisiert und zentralisiert, Erich Ludendorff wird als „Ernährungsdiktator“ eingesetzt, doch der Mangel bleibt. Im Winter 1917/18 kommt es erneut zu großen Engpässen, ein erneuter Hungerwinter führt zu Elend und Tod. Nach seriösen Schätzungen sterben während des Ersten Weltkrieges ca. 800.000 Menschen im Deutschen Reich an Hunger und Unterernährung.
Die Not machte erfinderisch. Berühmt ist Adenauers Notbrot mit Mais, Gerste oder Graupen, das er als Erster Beigeordneter in Köln backen ließ, spöttisch auch als „Graupenauer“ bezeichnet. In zahlreichen Kochbüchern werden Rezepte veröffentlicht, die dem Mangel durch die Verwendung von Ersatzstoffen begegnen wollen. Solche „Notkochbücher“ aus einer Siegburger Privatsammlung werden im Museumsschaufenster zu sehen sein, Ihre Rezepte werden vorgestellt. Sie künden indirekt von der Not der Bevölkerung an der „Heimatfront“ im Ersten Weltkrieg.


Einfach schön – Eine Reise in die Vergangenheit


Alte Wandtafeln und Schaubilder aus Siegburger Volksschulen
06.02.2018 bis 04.03.2018
in der Galerie im Foyer

Sie stammen noch aus der Zeit, als Screens noch Fernsehapparate hießen, verborgen hinter abschließbaren Türen in einem Fernsehschrank, und sich die ganze Familie vor der Schwarz-Weiß Röhre versammelte wie in einem Kinosaal. In den Schulklassen herrschte Frontalunterricht, das Frollein Lehrerin oder der Herr Lehrer saß oder stand vorne am Pult vor der großen Wandtafel, die Schüler und Schülerinnen saßen in Pärchen an den sauber aufgereihten Tischen: die Wandtafeln und Schaubilder für den Schulunterricht. Eine erste Präsentation in der Galerie im Foyer widmete sich biologischen und geographischen Lebensräumen. Die zweite Folge entführt die Besucher in die Geschichte. Leben im Kloster, Erstürmung einer Burg, die Stadt im Mittelalter; Themen die ebenso lehrreich wie schön auf Wandtafeln gebannt wurden.


Vergangene Ausstellungen

Ri Meuser von Eschmar

Kartoffeln, Socken, Leinwände und Farben – Ein leidenschaftliches Leben zwischen Kunst und Familie
8.10.2017 bis 4.11.2017
im Museumsschaufenster und der Galerie im Foyer

Ri Meuser von Eschmar - vielschichtige Künstlerin – pflügte in den 60ger Jahren Troisdorfer Boden für eine blühende Kunst- und Kulturszene
Ihre Werke sind leuchtende Feste harmonisch verwobener Farben. Feen und Fabelwesen entführen den Betrachter von Ri Meusers Bildern in phantasievolle mystische Märchenwelten. Die gebürtige Darmstädterin studierte Kunst und Bühnenbild unter namhaften Professoren an den Kunsthochschulen Darmstadt und Aachen. Im Jahre 1964 kam die Künstlerin und Mutter mit Ehemann und ihren Söhnen Dieter und Thomas nach Troisdorf.
Bereits Ende der 60er Jahre initiierte sie in eigener Regie die erste Troisdorfer Kunstausstellung in der Grundschule Schlossstraße. Dieses Ereignis lenkte die Aufmerksamkeit der Kölner und Bonner Kunstszene auf das damals noch sehr unscheinbare Troisdorf. Es folgten weitere Ausstellungen und die „Deutsche Welle“ strahlte Anfang der 70ger einen Troisdorfer Beitrag von Ri Meuser zum „Ersten Tag des Umweltschutzes“ aus.
Als Mutter machte sie sich für die Kunsterziehung stark, arbeitete an mehreren Troisdorfer Schulen und richtete eine Malschule -„Die Troisdorfer Malschule“- in ihrem Haus ein. Auch die künstlerische Entfaltung bei Erwachsenen lag ihr am Herzen. Als Gründungsmitglied der Troisdorfer Volkshochschule wurde sie dort als Dozentin tätig.
Die zauberhaften Motive ihrer Bilder inspirierten zu Buchillustrationen, Märchenkalendern, Postkarten unter Anderem auch für UNICEF und der Welthungerhilfe. Die vielseitige Künstlerin stellte ihre Werke über 300 Male aus. Darunter natürlich im Rathaus Troisdorf, im alten Rathausmuseum Siegburg und im Kunstmuseum Bonn. Im Ausland z.B. in der Harrod’s Gallery (London), in der Galeria del Arte in Florenz und in der Gallery Müller-Zilch (San Francisco). Für private, öffentliche und kirchliche Auftraggeber führte sie Arbeiten in Mosaik, Glas, Marmor, Bronze und als Wandmalereien aus. Das größte ihrer Mosaiken (60 qm) findet sich in der Unfall-klinik Hamburg Bergedorf. Als weitere Zeugen ihrer Arbeit finden wir in unserer Nähe die Bronzeleuchter und das Taufbecken in der evangelischen Markus Kirche am Altenforst, das Schwimmbadmosaik im Hallenbad Lülsdorf, das Bleiglasfenster in der Friedhofskapelle in Hennef Geistingen etc.
In zahlreichen Studienreisen sammelte Ri Meuser Erfahrungen und Inspirationen für Ihre Werke. Sie führten sie nach Peru, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, auf die Seychellen, Neuseeland, China, Indien, in die Mongolei, nach Afghanistan, Pakistan etc. Sie ging zum Hochseefischen nach Grönland, nahm an Ausgrabungen etruskischer Grabstätten im Mittelmeerraum teil und nutzte das Zusammenleben mit schamanischen Indianern an der Westküste der USA zum Studium ihrer Lebensgewohnheiten und des Naturheilwesens.
Diese gesammelten Erfahrungen und Inspirationen findet man in Ihrem künstlerischen Schaffen wieder. Text von: Christina Schollbach

Eröffnung: Sonntag, 08.10.2017, 11:30 Uhr


Ora et labora - Abt Ildefons Dr. Schulte Strathaus "Der Aufbau-Abt"

Ausstellung zur Wiedereröffnung der Abteilung "Geschichte der Siegburger Abtei"
28.08.2017 bis 4.10.2017
im Museumsschaufenster

Es gibt Persönlichkeiten, deren Wirken untrennbar mit einem Ort verbunden ist. Das gilt auch für die am 19. Juni 2011 aufgelöste Benediktinerabtei Michaelsberg in Siegburg. Fast jeder in Siegburg, der die Nachkriegszeit und den Wiederaufbau miterlebt hat, kann einen Namen sofort einordnen: den des Abtes Ildefons Dr. Schulte Strathaus. Das war doch der "Abt mit der Schüppe"!
Die Ausstellung im Museumsschaufenster zeigt Erinnerungsstücke aus der Abtei und dem persönlichen Besitz von Abt Dr. Schulte Strathaus.


Sieh da, das Alter!


1.8.2017 bis 20.8.2017
im Museumsforum

Ausstellung der GEDOK Bonn/Siegburg
Gruppe Angewandte Kunst


Die gute Form


15.7.2017 bis 17.7.2017
in der Aula des Museums

Ausstellung der Gesellenstücke der Tischlerinnung Bonn/Rhein-Sieg


Kunst aus dem Anno Gymnasium

13.6.2017 - 7.7.2017
im Museumsschaufenster
und
in der Galerie im Foyer

Eröffnung:
14. Juni 2017, um 11 Uhr
Im Frühjahr die Allleestraße, im Sommer das Anno. Beide Schulen stellen regelmäßig im Stadtmuseum aus, was im Kunstunterricht gefertigt wurde. Seit letzter Woche grünt und blüht es wieder, die Ausstellungsstücke vom Anno-Gymnasium setzen die Serie "Die Kraft der Farben" fort, diesmal mit Rot- und Rosatönen. Das dazu passende Thema war "Beschwingtsein". Dabei stellten die Schaffenden das Dynamisch-Kraftvolle und Verspielte dieses Themenfeldes dar. Neben expressiven Landschaftsmalereien entstanden auch Zukunftshabitate, die laut Schule "nicht nur formal-ästhetische Ausblicke auf zukünftiges Wohnen bieten, sondern auch Nachhaltigkeit und Ökologie berücksichtigen" sollen. Wer schauen kommen will, ist im Schaufenster und der Galerie im Foyer des Museums richtig.
Foto: Die jungen Damen vor ihren Zukunftshabitaten. Eines sieht aus wie ein Maulwurfshügel, soll eine neue Verbindung der Wohnstätten des Menschen mit der ihn umgebenden Natur symbolisieren.


Alle(e)s Kunst
"Menschen und Tiere - das volle Leben in Siegburg "

21.3.2017 – 7.5.2017
Kunst aus dem Gymnasium Alleestraße
im Museumsschaufenster
und der
Galerie im Foyer

Eröffnung:
Dienstag, 21. März 2017,
um 11:00 Uhr
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Spaltschnitt: „Masken“ & „Tiere“ - Jgst. 6 (Fr. Anke Braun)
Klappschnitte. Bei dieser Technik wird eine Hälfte eines achsensymmetrischen Motivs gezeichnet und ausgeschnitten. Durch das Trennen von Einzelformen und das erneute Herüberklappen auf die andere Seite entsteht langsam eine detaillierte Darstellung in Schwarz-Weiß-Kontrast. Beim Spaltschnitt hingegen ist die Achsensymmetrie keine Bedingung, da das Motiv durch das Abtrennen und leicht nach außen versetzte Einfügen entsteht. Motivisch standen Gesichter, Figuren, Tiere auf dem Wunschzettel, entstanden sind kreative Bilder in einfacher Formensprache, die ihre Wirkung durch den Kontrast erhöhen.
Tonplastiken mit Flyer: „Tiere“ - Jgst. 7 (Fr. Sandra Dahlmann)
Im Leben von Kindern und Jugendlichen haben Tiere eine besondere Bedeutung und eine Spielzeugwelt ohne sie ist undenkbar. Seit den Anfängen der bildenden Kunst bis heute ist das Tier auch ein beliebter Gegenstand der künstlerischen und insbesondere der plastischen Auseinandersetzung. Menschen übertragen Tieren oft menschliche Eigenschaften, dies ist in Fabeln festgehalten und dokumentiert Die Schüler gestalteten im Kunstunterricht aus Ton ihr Lieblingstier (ca. 10 cm hoch) und machten durch Körperhaltung und Attribute die menschlichen Eigenschaften deutlich, die sie dem Tier zuschreiben.
Metamorphose: „Von der Zange zum Tier – Eine Verwandlung auf Papier“ - Jgst. EF (Fr. Meike Jansen)
Die Idee: Eine Künstlertruppe möchte in der Eingangshalle eines Werkzeugherstellers eine Kunstausstellung zum Thema „Von der Zange zum Tier – Eine Verwandlung auf Papier“ machen. Zur Vorabinformation soll eine – als Leporello angelegte – Broschüre dienen, die beispielhaft eine Metamorphose abbildet. Die Zeichnungen wurden auf fünf bis sechs Einzelblättern mit Bleistift erstellt, wobei Anfangs- und Endbild streng naturalistisch sein sollten. Bei den Verwandlungsschritten durften die sechs naturalistischen Qualitäten zugunsten eines interessanten Verwandlungsprozesses und möglichst schlüssige Zwischenstufen, abstrahiert werden.
Bleistiftzeichnung: Portrait eines alten Menschen - Jgst. Q1 (Fr. Meike Jansen)
Menschen bekommen durch ihr Alter eine interessante Hautstruktur und sind dadurch ein interessantes Zeichenobjekt. Das Zeichnen von Falten ist aber auch nicht ganz einfach. Die Schüler wählten sich ein Menschenporträt aus oder brachten eine eigene Fotografie eines älteren Menschen ihrer Wahl mit.
Druckgraphik: Eigener Gefühlsausbruch - Jgst. Q1 (Fr. Sandra Dahlmann/ Fr. Meike Jansen)
Die SuS wählten zunächst ein extremes Gefühl, das sie darstellen wollten aus. Hierzu war es zunächst wichtig, sich über Gesichtsmerkmale, die dieses Gefühl zeigen sollen (Hautbeschaffenheit, Alter, Blickrichtung, Falten, hochgezogene Mundwinkel, Größenverhältnisse, z.B. von Augen, Nase, Mund und Ohren etc.) im Klaren zu werden. Beobachtungen im Spiegel, Theaterübungen, gegenseitiges Fotografieren in mannigfachen Gefühlsausbrüchen und erste Skizzen, die zunächst streng naturalistisch, später aber immer mehr den Zeichenduktus in den Fokus setzten, sollten dabei helfen. Schließlich fertigten die SuS Druckplatten und Drucke an, wobei sie zuvor Rembrandt Radierungen genau unter die Lupe nahmen und seine ausdruckstarken Selbstportraits und seine Linienführungen studierten.
Ästhetische Forschung zu einer fiktiven Person - Jgst. Q2 (Fr. Meike Jansen)
Jeder Einzelne von uns hinterlässt in seinem Leben eine große Anzahl von Spuren, welche sich als Alltags- und Gebrauchsgegenstände, als Kleidungsstücke und Sammlungen, als Texte und Fotos finden lassen, und alle auf eine bestimmte Zeit, Kultur und Gesellschaft verweisen. Diese Dinge sind für jeden mit ganz persönlichen Erlebnissen, Gefühlen und Erinnerungen verbunden und weisen uns so immer wieder auf Vergangenes aber auch auf Gegenwärtiges hin. So können alle Gegenstände als Spuren bezeichnet werden, Spuren einer Zeit, einer Kultur, aber auch Spuren persönlicher Ereignisse und Momente in unserem Leben, Spuren einer Lebensgeschichte, die immer auch für einen Teil unserer Persönlichkeit stehen. Die SuS haben hier ihre eigene Ästhetische Forschung zu einer fiktiven Person betrieben. Sie sollten eine Person erfinden, der sie einen Namen und biografische Daten geben, und diesen dokumentiere sollten. Objekte wie Gegenstände, Fotos, Zeichnungen, Briefe usw., die dieser Person gehört haben könnten, sollten gefunden und plastisch gestaltet werden. Mögliche „Lebensspuren“ der Person wurden zusammen getragen und in einer Pappkiste geeignet präsentiert.


Leben in Deutschland – Arbeitswelten

9.4.2017 – 23.4.2017
21. DVF-Bundesthemen- wettbewerb 2016/17
in der Aula

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Info: www.dvf-fotografie.de


Kunst aus dem Anno Gymnasium

Die Kraft der Farben – Blau
und
Selbstporträts – eine zeichnerische Auseinandersetzung

8.12.2016-14.1.2017
in der Galerie im Foyer und dem Museumsforum


Von der preußischen Obrigkeit zur bürgerlichen Selbstverwaltung

"200 Jahre Kreise"

9.11. - 24.11.2016
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in der Abteilung "Siegburg wird preußisch" (1.Obergeschoss)


666 Jahre St. Sebastianus Bruderschaft Siegburg

"Das Protokollbuch 1864 – 1874"

28.10. - 27.11.2016
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im Museumsschaufenster (Foyer)


Einfach schön!

Alte Wandbilder und Schautafeln aus Siegburger Volksschulen

9.7. - 24.10.2016
"Lebensräume"

in der Galerie im Foyer



Anschrift & Öffnungszeiten

Stadtbetriebe Siegburg AöR
Fachbereich Stadtmuseum
Markt 46
53721 Siegburg

Tel.: 02241 / 102-7410
Fax: 02241 / 102-7427
E-Mail: stadtmuseum@siegburg.de

Erwachsene 3,00 Euro
Kinder (bis 16 Jahre) frei
ermäßigt 2,00 Euro

Jeden 1. Sonntag im Monat ist der Eintritt für alle Besucher frei.

Montag & gesetzliche Feiertage:
geschlossen
Dienstag bis Samstag:
10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Sonntag:
10:00 Uhr bis 18:00 Uhr


Teaser - Galerie im Foyer

Bild vergrößern Blick in die Galerie im Foyer © Kreisstadt Siegburg