Keramik aus Siegburg

Die Töpferei spielt in Siegburg schon früh eine wichtige Rolle. Bereits um das Jahr 1000 gibt es im heutigen Stadtteil Kaldauen erste Werkstätten, die für ihr Handwerk den feinen Ton der Siegburger Umgebung nutzen. Später verlagert sich der Schwerpunkt der Keramikproduktion vor die Tore der jungen Stadt Siegburg in die heutige Aulgasse. Der Straßenname ("Ulner / Aulner" = Töpfer) weist auf diese historische Nutzung hin.

Jost Ammann, Figulus - Der Hafner (Töpfer), Holzstich, 1698. © Stadtbetriebe Siegburg, Stadtmuseum
Jost Ammann, Figulus - Der Hafner (Töpfer), Holzstich, 1698. © Stadtbetriebe Siegburg, Stadtmuseum
Grapen, Siegburg, Irdenware, 12./13. Jahrhundert. © Stadtbetriebe Siegburg, Stadtmuseum
Grapen, Siegburg, Irdenware, 12./13. Jahrhundert. © Stadtbetriebe Siegburg, Stadtmuseum
Krug, Siegburg, Steinzeug, 14. Jahrhundert.  © Stadtbetriebe Siegburg, Stadtmuseum
Krug, Siegburg, Steinzeug, 14. Jahrhundert. © Stadtbetriebe Siegburg, Stadtmuseum
Trichterhalskrug, Siegburg, Steinzeug, 14. Jahrhundert.  © Stadtbetriebe Siegburg, Stadtmuseum
Trichterhalskrug, Siegburg, Steinzeug, 14. Jahrhundert. © Stadtbetriebe Siegburg, Stadtmuseum

Der Handel mit den hier produzierten Tonwaren liegt fest in der Hand Kölner Kaufleute, die als Mitglieder der Hanse die Siegburger Ware nach ganz Mittel- und Nordeuropa exportieren. Vom 13. bis ins 17. Jahrhundert floriert der Handel mit Siegburger Keramik. Während zunächst Ware für den täglichen Gebrauch produziert wird, entsteht  zunehmend auch hochwertige Keramik.
Vor allem die in der Renaissance hergestellten Gefäße mit aufwendigen Dekoren (Schnellen, Trichterhalsbecher, u. ä.) finden den Weg in viele europäische Fürstenhäuser. Siegburger Keramik findet sich heute in kulturhistorischen Museen in ganz Europa.

Die Vitrine im 1. OG des Museums zeigt die Bedeutung der Kölner Kaufleute für den Handel mit Siegburger Keramik. © Stadtbetriebe Siegburg, Stadtmuseum
Die Vitrine im 1. OG des Museums zeigt die Bedeutung der Kölner Kaufleute für den Handel mit Siegburger Keramik. © Stadtbetriebe Siegburg, Stadtmuseum
Trichterhalsbecher, Siegburg, Steinzeug, ca. 1570-1600. © Stadtbetriebe Siegburg, Stadtmuseum
Trichterhalsbecher, Siegburg, Steinzeug, ca. 1570-1600. © Stadtbetriebe Siegburg, Stadtmuseum
Bartmannkrug, Siegburg, Steinzeug, ca. 1570.  © Stadtbetriebe Siegburg, Stadtmuseum
Bartmannkrug, Siegburg, Steinzeug, ca. 1570. © Stadtbetriebe Siegburg, Stadtmuseum
Siegburger Schnelle, sog. Babylonschnelle, Steinzeug, 1560-1572.  © Stadtbetriebe Siegburg, Stadtmuseum
Siegburger Schnelle, sog. Babylonschnelle, Steinzeug, 1560-1572. © Stadtbetriebe Siegburg, Stadtmuseum

Nach den Wirren des Dreißigjährigen Kriegs verläßt ein großer Teil der Siegburger Töpfer die Stadt. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Einige siedeln sich im sog. Kannebäcker Land im Westerwald an und befruchten die dortige Keramiktradition, während das Töpferhandwerk in Siegburg stark an Bedeutung verliert.
Die Zeugnisse der Siegburger Keramik im Stadtmuseum Siegburg machen die Bandbreite und Qualitätsansprüche der Töpferwerkstätten deutlich.


Anschrift & Öffnungszeiten

Stadtbetriebe Siegburg AöR
Fachbereich Stadtmuseum
Markt 46
53721 Siegburg

Tel.: 02241 / 102-7410
Fax: 02241 / 102-7427
E-Mail: stadtmuseum@siegburg.de

Erwachsene 3,00 Euro
Kinder (bis 16 Jahre) frei
ermäßigt 2,00 Euro

Jeden 1. Sonntag im Monat ist der Eintritt für alle Besucher frei.

Dienstag bis Samstag:
10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Sonntag:
10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Montag & gesetzliche Feiertage:
geschlossen


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